Geschichtlicher Überblick

Schon sehr früh begann man am Dürrnberg bei Hallein mit dem Abbau von Salz, das dann auf der Salzach flussabwärts gebracht wurde. Erste Siedlungsfunde gehen bis in die Steinzeit zurück. Die Blütezeit des bergmännischen Salzabbaues war ca. 800-400 v. Chr. unter den Kelten.

um 100 v. Chr. Das keltische Fürstentum Noricum entsteht auf Teilen der heutigen Länder Salzburg, Tirol, Kärnten und Oberösterreich. Es ist wirtschaftlich und kulturell hoch entwickelt und unterhält bereits Handelsbeziehungen zum römischen Reich.

14 v. Chr. Römische Truppen besetzen das Land und errichten die Siedlung "Juvavum" auf dem Gebiet der heutigen Altstadt von Salzburg.

um 45 n.Chr. Juvavum erhält das Stadtrecht von Kaiser Claudius und erlebt seine Blütezeit.

170-180 Während der Markomannenkriege wird die Stadt zerstört.

um 210 stellt der römische Kaiser Severius die Ordnung wieder her, der Wiederaufbau beginnt.

um 470 wirkt der hl. Severin in Noricum.

um 500 Die Stadt verfällt in den Wirren der Völkerwanderungszeit nach dem Einfall mehrerer germanischer Stämme.

696 Der fränkische Bischof Rupert gründet auf den Ruinen von Juvavum die Klöster St.Peter und Nonnberg. In der Folge ist die Stadt zeitweise Sitz der bayrischen Herzöge.

739 Der hl. Bonifatius gründet die Dioziesen Bayerns, darunter Salzburg. Als Bischof wird der Abt von St. Peter eingesetzt

746-784 Der Hl.Virgil ist Bischof. Er lässt einen dreischiffigen Dom errichten und fördert Kunst und Kultur.

755 Der Name "Salzburg" erscheint erstmals urkundlich in der Lebensgeschichte des heiligen Bonifatius.

798 Salzburg wird Erzbistum und mit reichen Gütern beschenkt, so u.a. mit den Salzabbaurechten am Dürrnberg.

987 trennt Erzbischof Friedrich 1 das Kloster St.Peter vom Erzbistum. Ab nun bestimmt das Domkapitel die Bischöfe, die zugleich weltliche Landesfürsten sind.

996 verleiht Kaiser Otto 111 der Stadt Markt- Münz- und Mautrecht.

1077 Erzbischof Gebhard gründet die Festung Hohensalzburg.

1167 Kaiser Barbarossa spricht im Zuge des Investiturstreits die Reichsacht über Salzburg aus und läßt die Stadt niederbrennen.

1181 Unter Erzbischof Konrad 111 erfolgt ein forcierter Wiederaufbau der Stadt und der Bau des großen romanischen Domes, der weit größer als der heutige war.

1200 wird die erste Brücke über die Salzach errichtet.

1328 erlässt Erzbischof Friedrich von Leibnitz die erste Salzburger Landesordnung und vollzieht damit die endgültige Trennung von Bayern.

1348 wütet die Pest. Ein Drittel der Bevölkerung stirbt.

1368 Unter Erzbischof Pilgrim wird das Stadtrecht urkundlich belegt.

1481 erhält Salzburg durch Kaiser Friedrich 111 die Rechte einer Reichsstadt

1495-1519 Unter Erzbischof Leonhard von Keutschach wird die Festung in der heute noch erhaltenen Form ausgebaut.

1525 Die Bauern erheben sich gegen die kirchliche Obrigkeit und belagern 3 Monate erfolglos die Festung, in der sich der verhasste Landesfürst versteckt.

1541 Der Arzt Paracelsus wirkt für kurze Zeit in der Stadt und stirbt auch hier.

1587-1612 Unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau wurde das Stadtbild grundlegend verändert. Durch den Abriss ganzer Stadtviertel und die Schaffung weitläufiger Plätze lässt er Salzburg zu einer Residenzstadt umgestalten. Die Residenz, der heutige barocke Dom, das Schloss Mirabell, der Hofmarstall, das Müllner- und das Kapuzinerkloster entstehen. Er muss nach einem Streit mit Bayern abdanken und wird bis an sein Lebensende gefangengehalten.

1612-1619 Errichtung des Lustschlosses Hellbrunn unter Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems.

1619-1653 Erzbischof Paris Lodron lässt die Stadt durch umfangreiche Befestigungen wehrhaft machen.

1623 Gründung der ersten Universität.

1628 Der Dom wird fertiggestellt.

1687-1709
Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun beruft den berühmten Baumeister Fischer von Erlach als Planer an seinen Hof. Bedeutende Bauten wie die Dreifaltigkeitskirche, die Kollegienkirche, die Ursulinenkirche und das Schloss Klessheim entstehen.

1727-1744 Unter der Herrschaft von Erzbischof Leopold von Firmian werden über 22.000 Protestanten des Landes verwiesen. Er lässt auch das Schloss Leopoldskron errichten.

1756 Wolfgang Amadeus Mozart wird am 27. Jänner im Haus Getreidegasse Nr. 9 geboren.

1772-1803 Der erfolglose und wenig beliebte Erzbischof Hieronymus Colloredo flieht 1800 vor den französischen Truppen unter Napoleon und verzichtet 180 im Wiener Exil auf sein Ansprüche. Die kirchlich Herrschaft in Salzburg ist damit beendet. Der Großherzog vor Toskana, Ferdinand vor Habsburg-Lothringen über nimmt das Kurfürstentum und lässt den Kirchenschatz nach Italien bringen.

1806-1809 wird Salzburg erstmals österreichisch.

1810-1815 Die Besetzung durch Bayern bedeutet den Verlust der letzten noch in der Stadt verbliebenen Kunstschätze.

1816  kommt Salzburg endgültig an Österreich, wird jedoch als oberösterreichischer Kreis von Linz aus verwaltet. Besonders schmerzlich ist der Verlust des "Rupertiwinkels", das Land zwischen Bad Reichenhall, Teisendorf, Waging, Laufen und Tittmoning - welches bei Bayern verbleibt. Auf dem Residenzplatz wuchs angeblich das Gras.

1818 zerstört ein gewaltiger Brand große Teile der Neustadt. In der Nikolauskapelle in Oberndorf bei Salzburg erklingt zum ersten Mal das Weihnachtslied "Stille Nacht Heilige Nacht".

1920 Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal gründen die Salzburger Festspiele 1935 Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße, einer der kühnsten Gebirgstrassen der Welt, errichtet unter Landeshauptmann Franz Rehrl von Ing. Franz Wallack

1850 Salzburg wird als Herzogtum ein eigenes Kronland des damaligen österreichischen Kaiserreiches, der späteren K.u.K. Doppelmonarchie schon ab 1861 besteht eine eigene Landesregierung.

1860-1866 werden die alten Stadtmauern 3 abgerissen, die Salzach reguliert, die Stadt erweitert.

1909 Eröffnung der Tauernautobahn von Salzburg nach Villach.

1918 Der 1. Weltkrieg geht verloren, grosse Menschenverluste erleiden Salzburger Regimenter in Rußland und in Italien. Danach Zugehörigkeit des Landes zur 1. Republik Österreich

1920 erfolgt die Gründung der Salzburger Festspiele durch Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal. Erster jedermann" auf dem Domplatz.

1926 Eröffnung des Flughafens.

1938 Einmarsch deutscher Truppen in Österreich, Salzburg wird Reichsgau.

1944/45 werden die Kulturdenkmäler der Stadt durch alliierte Luftangriffe schwer in Mitleidenschaft gezogen.

1945-55 ist Salzburg durch amerikanische Truppen besetzt.

1960 erfolgt die feierliche Eröffnung des neuen Großen Festspielhauses.

1962 Wiedererrichtung der Salzburger Universität

1966
Gründung der Salzburger Osterfestspiele unter der Leitung von Herbert von Karajan. Dieser ist ein Sohn der Stadt und setzt in den folgenden Jahren bis zu seinem Tode 1989 wesentliche künstlerische, und gesellschaftliche Akzente.

1975 Eröffnung der Altstadt-Garagen im Mönchsberg. Es entstehen über 1.500 Parkplätze nahe dem Zentrum. Die Altstadt wird weitgehend Fussgängerzone.

1986 Im Süden von Salzburg wird der größte Universitäts-Neubau Österreichs seit dem Kriege eröffnet: die Naturwissenschaftliche Fakultät der Paris-Lodron-Universität; die Geisteswissenschaften kommen in die Altstadt, die Ersatzbauten für Polizei und Finanz gehen als "Jahrhundertbauten" in die Geschichte ein.

1989 stirbt Herbert von Karajan. Er wird in Anif bei Salzburg beigesetzt.

1990 hat die Stadt Salzburg fast 150.000, das Land Salzburg über 400.000 Einwohner. Stadt und Land stehen in der wirtschaftlichen Entwicklung und im Steueraufkommen an der Spitze der österreichischen Bundesländer.

1991 Große Landesausstellung zum 200. Todestag von W. A. Mozart im Schloss Klessheim.

1994 wird Salzburg zusammen mit der Republik Österreich durch eine Volksabstimmung Mitglied der Europäischen Union.

1994-96 Mozart's Wohnhaus wird in seiner ursprünglichen Gestalt rekonstruiert.

1999 Salzburg-City geht Online