Pressemitteilung: Kunst + Kuh in Salzburg

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Über 150 Kunstkühe beleben die Salzburger Innenstadt und ausgewählte Bauernherbstorte
Es ist soweit: 
Über 150 Kühe, rund 100 Künstler und 140 Unternehmen sind die Teilnehmer an der spektakulären Aktion "kunst + kuh - Salzburg 2000", die ab August drei Monate lang das Erscheinungsbild der Salzburger Innenstadt und ausgewählte Orte des Salzburger Landes prägen wird. Nach einem dreiviertel Jahr Vorbereitungszeit steht nun die Vernissage unmittelbar bevor. Am Dienstag, den 1. August um 18.30 Uhr, wird die große Kunstaktion am Mozartplatz eröffnet. Die Repräsentanten der beiden Initiatoren, Dipl.-Ing. Hans Steiner, Geschäftsführer der Alpenmilch Salzburg und Leo Bauernberger, Prokurist der SalzburgerLand Tourismus, werden die Kühe offiziell auf die Salzburger Weide schicken.


Der 1. August 2000 wird ein ganz besonderer Tag für die Salzburgerinnen und Salzburger. Bunte Wiederkäuer begegnen auf Schritt und Tritt, lenken Blicke auf sich und ziehen diese an. Salzburg wird zur Bühne, zum Raum für Entdeckungen und Ort der Unterhaltung. Auf öffentlichen Plätzen, Verkehrsinseln, auf der Festung Hohensalzburg, am Flughafen und am Bahnhof werden die kreativ gestalteten Kühe zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. "kunst + kuh" zeigt Salzburg von seiner kulturverbundenen, offenen und humorvollen Seite. Die Kühe symbolisieren einerseits Salzburgs starke Verbundenheit zur Milchwirtschaft, dem landwirtschaftlichen Zweig, der dieses Bundesland am meisten prägt. Andererseits repräsentieren und verstärken sie die wunderbare Salzburger Kultur- und Naturlandschaft, ohne die ein weiterer Wirtschaftszweig, der Tourismus, in diesem Land keine Basis hätte. Aus diesen Erwägungen entstand die Aktion "kunst + kuh", die größte, rein privatwirtschaftlich finanzierte Aktion zur kulturellen Altstadtbelebung, die es in der Mozartstadt je gegeben hat.

Einzigartige Aktion in Österreich
Salzburg bietet mit seiner historischen Innenstadt eine riesige Bühne, die für ein unvergleichliches Ambiente dieser in Österreich einmaligen „Ku(h)nstausstellung“ sorgen wird. Ob alteingesessener Salzburger oder Sommer-gast - wer in den nächsten drei Monaten durch die Innenstadt spaziert, wird seinen Augen nicht trauen: Die bunten und mit viel Einfallsreichtum gestalteten lebensgroßen Kühe auf Salzburgs Straßen und Plätzen erregen auf jeden Fall Aufmerksamkeit und werden auch Sie zum Schmunzeln bringen! 
Warum ausgerechnet Kühe ?
Kühe sind beliebte, hoch geachtete Weide- und Stalltiere, die einst auch in vielen Salzburger Häusern lebten, als hier noch Stallungen waren. In den 50er Jahren standen in Summe noch zirka fünfzig Rinder in so manchem Hinterhof der Altstadt. Heute gibt es im Stadtgebiet etwa 50 aktive Landwirtschaftsbetriebe mit ca. 500 Kühen, deren Milch täglich zur Alpenmilch Salzburg in den Stadtteil Itzling geliefert wird.
Die Milchwirtschaft ist der wichtigste Zweig der Salzburger Landwirtschaft: Es sind auch die Hörndlbauern, die weitgehend das Kulturbild unserer Landschaft bestimmen! 
Kunst zum Anfassen "kunst + kuh" präsentiert Kunst einmal anders, nicht abgehoben, sondern familien- und kinder-freundlich. Kunst darf Spaß machen und angefasst - im wahrsten Sinne des Wortes, begriffen werden. 
Zusammenarbeit mit Behörden Der aufwendige Genehmigungsprozess für die über 100 Standorte der Kunstkühe in der Salzburger Innenstadt wurde durch die pro-fessionelle und konstruktive Arbeit aller beteiligten Behörden erheblich erleichtert. Durch Begehung sämtlicher Standorte wurde sichergestellt, dass die bunten Vierbeiner sicherheitstechnisch optimal positioniert werden. 
Kühe erklettern auch Wände Durch das Entgegenkommen der Behörden war es möglich, in einem einfachen Verfahren die Genehmigung für die Montage von Kunst-objekten auch auf Hauswänden zu erhalten. So werden die Fassaden von Juwelier Koppenwallner am Alten Markt und Juwelier Lährm am Universitätsplatz von Kuhobjekten geschmückt. 
Einzug der Kühe am Mozartplatz in Salzburg am 1.8. um 18.30 Uhr Am 1. August wird die Ausstellung offiziell eröffnet. Am Mozartplatz werden um 18.30 Uhr ausgewählte Kühe symbolisch für die Aktion Einzug halten. Begleitet wird die Premiere musikalisch vom „Esemble Inflagranti“, kom-mentiert von den Kabarettisten Ludwig Müller und Christian Hölbling. 
Aufstellen der Kühe Bereits am 31. Juli wird mit dem Aufstellen der Kühe begonnen. Die Kühe werden noch verpackt an ihre Standorte gebracht. Die Enthüllung findet während und nach der Eröffnung statt. 
Repairteam Während der gesamten Dauer der Ausstellung wird ein „Repairteam“ dafür sorgen, dass allfällige notwendige Ausbesserungen an beschädigten Kühen durchgeführt werden und keine „ramponierten“ Kühe die Salzburger Innenstadt verunzieren. 
Kühe sind auf Betonplatten montiert oder im Rasen verankert Die Kuhrohlinge sind aus einem Polyesterglas-fieber-Gemisch und werden je nach Auf-stellungsort auf Betonplatten montiert oder im Rasen mit langen Stahlstiften verankert. Die Betonplatten selbst sind rund 180 Kilogramm schwer, die Kühe wiegen ca. 30 Kilogramm.
Die Kosten für den Rohling betrugen inklusive Aufstellungskosten 22.000 ATS. 
Kunstkühe zu Gast beim Salzburger Bauernherbst Einige speziell auserwählte Kühe gehen auf „Landpartie“ und beleben dadurch den Salzburger Bauernherbst, der heuer zu seinem fünfjährigen Jubiläum mit dieser besonderen Attraktion aufwarten kann. Die „Tournee“ führt durch die verschiedenen Regionen des Salzburger Landes. Die bunten Kühe sind in acht Orten als Stargäste anlässlich von Bauernherbstfesten zugegen und haben dabei die Möglichkeit, Freundschaft mit lokalen Milchkühen zu schließen. Außerdem können Bauernherbstbesucher ihre Lieblingskuh wählen und damit tolle Preise gewinnen.
Tourneedaten: 
26.08.-31.08. Obertrum
02.09.-07.09. Radstadt
09.09.-10.09. Mariapfarr
15.09.-16.09. Anthering
18.09.-22.09. Zell/See-Kaprun
24.09.-28.09. Bad Hofgastein
30.09.-01.10. Göriach
03.10.-09.10. Vigaun 
„Gemma Kuh schaun!“

Mit dem Ausstellungsfolder auf „Ochsentour“ Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Ausstellungsführer mit dem Eintrag aller Standorte und namentlicher Nennung aller Kühe, Kuhbesitzer und Künstler, die an der Aktion beteiligt sind. 
Ausgerüstet mit diesem speziellen Stadtplan, der in Geschäften, Touristeninformationen und öffentlichen Einrichtungen der Innenstadt ab 1. August kostenlos erhältlich ist, kann die „Ochsentour“ durch Salzburgs Straßen und Plätze beginnen. Auf dem Folder ist auch ein Gewinnspiel integriert. 
Das Buch zur Ausstellung Mit dem erfahrenen Schweizer Neptun Verlag wird auch ein Buch zur Ausstellung erscheinen. Neben den Abbildungen aller Kühe, der Dokumentation von Gestaltungsprozessen, einer vita der „Kuhkünstler“ sowie der Nennung der kuhbesitzenden Unternehmen werden darin unter anderem auch ge-schichtliche Aspekte zur Kuh, ihr Bezug zu Salzburg und ihre Bedeutung für die Salzburger (Land)wirtschaft in einem Text von Prof. Dr. Karl Heinz Ritschel erläutert. 
Kühe grasen im Internet Ab Anfang August werden alle Kühe auch im Internet unter www.kunstundkuh.com zu bestau-nen sein. Wissenswertes über das Projekt, Standorte und Abbildungen der bunten Wiederkäuer werden darin in Deutsch und Englisch einem weltweiten Interessentenkreis zugänglich gemacht. 
Die Kühe und der gute Zweck

Etliche Unternehmer haben sich dazu entschlossen, ihre Kühe nach Ende der Ausstellung freiwillig zugunsten ausgewählter Salzburger Projekte aus dem Gesundheits- und Sozialbereich versteigern zu lassen. Parallel zur Versteigerung in Salzburg, die voraussichtlich von einem renommierten Auktionshaus durchgeführt wird, besteht auch für inter-nationale „Kunstkuhinteressenten“ die Möglich-keit via Internet eine Ausstellungskuh zu er-steigern. 
Abschlussauktion im Oktober Einige Gönner und Projekte stehen bereits fest: So lässt Alpenmilch Salzburg ihre „Tut gut Kuh“ zugunsten des Salzburger Kinderspitals versteigern. Auch die Unternehmer der Sigmund-Haffner- Gasse haben sich ent-schlossen, mit der Versteigerung ihrer gemeinsam erstandenen und von Schülern gestalteten Kühe wohltätige Projekte zu fördern. Eine vom Dr. Franz Schausberger Hilfsforum für das SOS Kinderdorf Seekirchen erworbene und von dortigen Kindern bemalte Kuh wird für das Kinderdorf versteigert. Zugunsten der Aktion „Menschen für Menschen“ wird die von Franz Schwarzinger im Auftrag von Hotel Schloß Fuschl gestaltete „Kopfkuh“ mit ihrem prominenten Paten Karl Heinz Böhm bei der Abschlussauktion unter den Hammer kommen. Dass bei solchen "Kunstkuhversteigerungen" auch wahre Rekordsummen für die farben-frohen Milchlieferanten aus Kunststoff gezahlt werden, hat die Auktion im vergangenen November in Chicago gezeigt . Dort war einer „Tierliebhaberin" eine von PatientInnen eines Kinderspitals gestaltete Kuh umgerechnet stolze 1,4 Millionen Schilling wert. 

Eine Auswahl an Kühen und ihren “Künstlern“ Neben Salzburger SchülerInnen, Nachwuchs- und Hobbykünstlern haben sich auch Kunst-schaffende mit internationalem Bekannt-heitsgrad für diese einzigartige Idee begeistern können. 
... und was sonst noch alles auf eine Kuhhaut geht Heiterkeit, aber auch Nachdenklichkeit lösen einzelne Kuhobjekte aus, denn so manche Künstler haben sich zugleich ernsthaft mit Natur, Umwelt und menschlichem Verhalten auseinandergesetzt. 
Kunstkühe von Giampaolo Babetto und Angelo Frosio
Unter den „Ku(h)nstkühen“ befinden sich Werke von Künstlern mit internationaler Reputation u.a. von Giampaolo Babetto und Angelo Frosio, der sich mit seinem Beitrag „Maieutica“ kritisch mit der Kuh als kreatives, Milch, Fleisch, aber auch Mist hervorbringendes Wesen auseinandersetzt. 
"Andachts-Kuh" von Julie Hayward
Ebenfalls zum Nachdenken über das „namenlose Leben“ der Rinder regt die „Andachts-Kuh“ von Julie Hayward mit einem Schuppenpanzer aus über 2000 Ohrmarken geschlachteter Rinder an. 
Asphaltkühe von Michael Scheirl Michael Scheirl beteiligt sich an der Ausstellung mit zwei „Asphaltkühen“. Das für die Kuhgestaltung ungewöhnliche Material eröffnet neue Sichtweisen und künstlerische Mög-lichkeiten. Die Spannung ergibt sich bei seinen Kühen aus der Dramaturgie plattgefahrener Überreste unserer Zivilisation und der aus dem Asphalt auferstandenen Kuh. 
Bernd Horaks „Respect co(w)smopolitan" Bernd Horak, ein Salzburger Künstler dessen Werke auch in internationalen Kollektionen zu finden sind, sieht in seiner „Respect co(w)smopolitan“ betitelten Kuh das Tier als Informationsträger, als Trägerfläche und Objekt für verschiedene Botschaften.

Die „Kuh in der Kuh" von der Göriacher Kuhweide.
Die Frage nach der Grenze zwischen Wirk-lichkeit und Illusion hat Gunther Naynar aus Göriach bewegt, eine „Kuh in der Kuh“ zu malen. Weidekühe im Lungau stehen ihm dafür Modell. 
„Kuhcode" von Arnold Pichler „Kuhcode“ bezeichnet Arnold Pichler seine mit Strichcode versehene Kuh als Synonym für die Vergewaltigung der Kuh als Milchlieferant und BSE Träger @ als Denkanstoß und Persiflage zugleich. 
Franz Schwarzingers „Kopfkuh" Franz Schwarzinger gestaltete seine „Kopfkuh“ mit Gesichtern und Versatzstücken einzelner Gliedmassen die sich wie ein Liniengerüst über den Körper der weißen Kunststoffkuh legen @ ein Merkmal seines Schaffens. Die Symbiose seines zentralen Bildthemas ist das Mensch- sowie Tierwesen, gleichzeitig die Anspielung auf den Kontrast zwischen Aktivität und Passivität. 
Franz Josef Altenburg führt die „Trojanische Kuh" auf die Salzburger Weide 
Franz Josef Altenburg nennt seine bis auf die Hörner mit Dachlatten verkleidete Kuh, die „Trojanische Kuh“. Sie soll geheimnisvoll verbergen und zugleich den Betrachter an-locken, das Geheimnis dahinter zu erspähen. 
Die Kuh als Milchautomat Die Reduktion der Kuh zum entseelten Wirschaftsobjekt verfolgt Manuela Zierhut mit der von ihr „Milchautomat“ genannten Kuh. 
Die Kuh als „Schöne Helena“ von Alexander Miklojevic
Die Kuh als mystisches, antikes Symbol, die „Goldene Kuh“ als Götze sind die Über-legungen bei der Gestaltung der „Schönen Helena“ von Alexander Miklojevic. 
Günther Nussbaumer kreiert eine „Kuhpilotin“
Der Salzburger Künstler Günther Nussbaumer , der bereits auf zahlreiche internationale Einzelausstellungen verweisen kann, gestaltete für die Aktion eine Kuh-Pilotin in Anlehnung an Georg Kreisler: „Kommt eine Kuh ums runde Eck‘ geflogen und du denkst: warum ist die so frei?“ 
Schule der Phantasie schafft fliegende Wunderkuh Die Schule der Phantasie schuf eine fliegende Wunderkuh als Gemeinschaftsarbeit von elf 6-10jährigen Schülern. Getauft wurde sie nach den Anfangssilben der Vornamen der jungen Künstler auf „Jomatheveisch Vinikaphi“. 
Gemeinsame Aktion der Unternehmer der Sigmund Haffner Gasse Neben zahlreichen anderen Unternehmen haben sich auch 18 Gewerbetreibende der Sigmund-Haffner-Gasse zusammengeschlossen und gemeinsam einige der speziell zur Bemalung handgefertigten Kuhrohlinge er-worben. Schulen und soziale Einrichtungen wurden eingeladen, nach dem Motto „Zauberflöte“ die Kühe zu gestalten. Neben dem Spaß, den die „jungen Künstler" bei den Gestaltungsaktionen hatten, können sich die Ergebnisse auch durchaus sehen lassen. Ob als Papagena oder als Königin der Nacht, dem Gestaltungsreichtum waren dabei keine Grenzen gesetzt. 
Die „Danke Europa“ Kuh von trans wien Zur aktuellen politischen Situation bezieht die „Danke Europa“ Kuh von trans wien als Teil eines multimedialen Kunstprojektes Stellung. 
Lotte Ranfts „KUH ´li narrische“ Kuh Eine Kuh mit dem originellen Namen die „KUH ´li narrische“ Kuh ist der Beitrag von Lotte Ranft für das Projekt. 
Paul Rettenbachers „Up and down-Kuh“ Selbst Paul Rettenbacher, Marketingleiter der Alpenmilch Salzburg, der die Idee zur Salzburger Kuhausstellung hatte, realisierte Kühe. Etwa die „up and down-Kuh“, die das ständige Aufundab des Milchpreises zum Ausdruck bringen soll oder ein rotes Kuhobjekt, auf dem in 38 Sprachen das Wort Kuh zu lesen ist. 
„Stierwascher-Kuh“ steht auf Festung Auch die Stierwaschergeschichte wird anhand eines Stiers auf der Festung neu erzählt. Die Salzburger Innenstadt wird für die Dauer der Ausstellung Heimat für viele andere nicht minder kreativ gestaltete Kühe bieten, so u.a. die Bücherkühe Lucy und Juliette, eine Knopfkuh, Mosaikkühe und noch viele andere interessante Kühe. 

Projektleitung „kunst + kuh“
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